Berechnung Wirkungsgrad Methangasanlage Göllheim

 

Prof. Dr.-Ing. Johannes Schanzenbach  

 

 

Anbei einige Überlegungen zur Energieeffizienz der geplanten Methangasanlage in Göllheim:


Die Sonne liefert in unseren Breiten ca. 1000 W (=1kW) Strahlungsleistungje m² Erdoberfläche (südlich von uns mehr, nördlich weniger).
Auf den 650ha Anbaufläche, die JUWI für die Methangasanlage angibt, (tatsächlich sind es wohl eher 750 ha) sind das:

1kW/m² * 6.500.000m² = 6,5GW (1 Gigawatt = 1 Million kW)

Setzt man pro Tag im Mittel ca. 2,4Std. Sonnenschein an
(so werden z.B. Photovoltaikanlagen kalkuliert),
 

so sind das pro Jahr:

365Tage * 2,4 Stunden = 876 Stunden Sonnenschein.

Wir erhalten also von der Sonne Jahr für Jahr auf den 650ha Fläche:

6,5GW* 876h = 5694GWh Energie geliefert! 

 

Laut JUWI liefert die Methangasanlage für 29 Millionen kWh Energie (=29GWh).
(Wie das bei 8000 Betriebsstunden pro Jahr und 1,5MW elektrischer Leistung gehen soll, ist mir unerklärlich!
Selbst wenn ich zu den 1,5MW el. Leistung nochmal weitere 1,5MW Wärmeleistung hinzurechne, komme ich nur auf:


2* 1,5MW * 8.000h = 24GWh

Unterstellen wir die JUWI-Zahl dennoch als richtig, heißt das, dass aus:

5694GWh Sonnenenergie gerade mal 29GWh Methanenergie

gewonnen werden.

Ein Wirkungsgrad von: 29GWh / 5694GWh = 0,005 = 0,5% !!!

- Moderne Solarpaneele liefern bereits 25% Wirkungsgrad -.

HINWEIS: Dabei sind die Energieaufwendungen für die Transporte von Dünger, Substrat und Gärresten noch gar nicht berücksichtigt!

Wir sollten endlich Schluss machen mit dieser Verschwendung von Ressourcen!!

Viele Grüße,

 

Prof. Dr.-Ing. Johannes Schanzenbach