Die Rheinpfalz, Lokalredaktion Kirchheimbolanden reagiert auf unseren Artikel:  

Göllheimer Agromethangasanlage auf der Kippe!  

wie folgt:                                                  

(Hinweis: Im Anschluss finden Sie unsere Anmerkungen zu diesem Rheinpfalzartikel) 

                    

Anlage auf der Kippe?

                                                                      

Laut „Pro Göllheim“ bläst Juwi das Projekt Biogasanlage ab

Steht die in Göllheim geplante Biogasanlage auf der Kippe? - 

                                                                                                                                                       

Die Biogasgegner um die Bürgerinitiative "Pro Göllheim" behaupten genau dies auf ihrer Website.  

Die RHEINPFALZ hat die Betreiberfirma Juwi um eine Stellungnahme gebeten.                                                                                            

 

„Informationen zufolge“ habe Juwi bereits den kompletten Ausstieg aus dem Arbeitsgebiet Biogas beschlossen, teilt „Pro Göllheim“ mit. Der Biogaszweig des Unternehmens befinde sich demnach bereits „in der Auflösung“. Diese Meldung, so Pro Göllheim weiter, sei von offizieller Seite zwar nicht bestätigt worden, dafür spreche aber, dass es nicht mehr möglich sei, den Bereich „Bioenergie“ auf der Internetseite des Unternehmens aufzurufen. Zudem lägen „erste aktuelle Rückzugsmeldungen von einst konkreten Bauvorhaben“ bereits vor – die in Florstadt in der Wetterau geplante Anlage werde nicht gebaut.

„Richtig ist, dass die gegenwärtige politische Hängepartie um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit all ihren angekündigten Nachteilen für die Biogasbranche zu Unsicherheiten im Markt und allgemeiner Investitionszurückhaltung führt“, sagte Juwi-Sprecher Felix Wächter auf Nachfrage der RHEINPFALZ.  

Da die Gesetzesnovelle noch nicht verabschiedet worden sei, könne es hier noch zu Änderungen kommen.  

„Bis dieser politische Prozess abgeschlossen ist und etwas mehr Klarheit und auch Investitionssicherheit herrscht, wird Juwi zunächst keine neuen Biogasprojekte anstoßen“, so Wächter. Deshalb sei dieser Bereich auf der Juwi-Homepage derzeit offline geschaltet. Zum Rückzug Juwis aus der Anlage in Florstadt sagte Wächter, dort sei ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich. Allerdings sei die dortige Anlage mit der in Göllheim geplanten nicht zu vergleichen. So basiere die Anlage in Göllheim auf dem Prinzip der Eigenstromversorgung durch ein Windrad und eine Photovoltaik-Anlage. Zudem solle in Göllheim das im Betrieb entstandene  

CO2 in Lebensmittelqualität über einen Großhändler weitervermarktet werden. Das sei in Florstadt nicht geplant gewesen.  

Auf die konkrete Frage der RHEINPFALZ: „Steht die geplante Biogasanlage in Göllheim auf der Kippe, ja oder nein?“, sagte Wächter: „Wie bereits angedeutet, befindet sich die EEG-Novelle derzeit noch im parlamentarischen Prozess, das heißt Bundestag und Bundesrat beraten weiter über den Gesetzesvorschlag. Die EEG-Novelle soll am 1. August in Kraft treten. Wir werden die Beschlüsse zum EEG abwarten müssen. Dann werden wir wissen, wie wir weitermachen.“ (ajh)  

 

Quelle: http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/anlage-auf-der-kippe/        

 

 

Anmerkung Progoellheims:   

 

Die Rheinpfalz entwickelt sich so allmählich zum kritischen und knallhart nachfragenden Blatt...   

( Zitat: "Steht die Anlage auf der Kippe? Ja oder Nein?)

...man möge dies mit früheren Artikeln vergleichen...    

 

Die Ausflüchte des Pressesprechers von juwi sind geradezu grotesk.  
Wir können uns nicht vorstellen, dass die Gesamtwirtschaftlichkeit des Göllheimer Agromethangas-Projektes wesentlich davon beeinflusst wird, ob das CO2  vermarktet wird, oder nicht. 
 

Dies sollte ohnehin nur in den ersten Jahren der Fall sein.  

Dann sollte das CO2 mit dem Wasserstoff aus dem Windkraftstrom zu Methan umgesetzt und ins Gasnetzeingespeist werden.

Der Anteil der Stromkosten an den gesamten Betriebskosten einer 'Bio'gasanlage spielt eher eine untergeordnete Rolle.
 

Bis sich die Investitionskosten für eine PV- Anlage und vor allem für ein Windrad amortisiert haben, muss über viele Jahre sehr viel Strom verbraucht werden.    

Und selbst wenn dem so wäre, warum ergänzt juwi dann nicht einfach das Projekt Florstadt um eine Eigenstromversorgung?

Die Wirtschaftlichkeit einer 'Bio'gasanlage steht und fällt mit zwei Variablen:

1. Die Höhe der Vergütungen aus dem EEG

und

2. Die Kosten für die Substrate*, die vergärt werden.

Bezüglich dieser beiden entscheidenden Variablen, gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Florstadt und Göllheim!

Für wie einfältig hält der Pressesprecher von juwi den Leser eigentlich?

 

 

Progoellheim   

 

* 'Lebensmittel' vom Feld, welche zur Energiegewinnung vergärt werden