Biogas-Maisanbau macht anderes Getreide knapp 


Der Raiffeisenverband kritisiert den zunehmenden Maisanbau für die Biogasproduktion in Deutschland. Dies verringere das übrige Getreideangebot allein in diesem Jahr um rund 4 Millionen Tonnen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Henning Ehlers, gestern in München.  

 

Nach der aktuellen Schätzung erwartet der DRV eine Getreideernte ohne Mais von 41,5 Millionen Tonnen. Damit werde der durchschnittliche Bedarf von 41,8 Millionen Tonnen nicht gedeckt.  

 

Ehlers beklagte eine  "politisch geförderte Verknappung des Getreideangebots" , die durch mehr Importe von Getreideersatz wie Soja kompensiert werden müsse. Die Folgen * seien steigende Futterkosten und damit eine geringere Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, so der DRV-Geschäftsführer. (dapd)

 

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.144
Datum: Samstag, den 23. Juni 2012, Seite:Nr.4
"Deep-Link"-Referenznummer: '9109828'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web: digiPaper

 

 

* Anm. Progoellheim:  

Steigende Kosten für Grundnahrungsmittel -  nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den Entwicklungsländern   =    weltweit steigender Hunger!!!