Interview: Göllheims Ortschef Dieter Hartmüller

Nach zwei Mammutsitzungen von insgesamt sieben Stunden Dauer hat der Gemeinderat Göllheim, wie berichtet, mit sehr großer Mehrheit 711 Bürger - Einwände und zahlreiche Einwände der Nachbargemeinde Lautersheim gegen den Bau einer Biogasanlage zurückgewiesen. Zwar ist Bauträger die Firma Juwi, die Gemeinde ist aber für den Bebauungsplan verantwortlich. Mit dem Göllheimer Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller sprach Barbara Till über das Votum und die Folgen.

 

Sind Sie mit dem Verlauf der Abwägung im Rat zufrieden, und hätten Sie ein so klares Ergebnis pro Biogasanlage erwartet?

 

Ich bin froh, dass die Sache in ruhigen Bahnen und angenehm verlaufen ist. Das ist wesentlich der sehr guten Vorbereitung durch die Verwaltung zu danken. Da ich in etwa die Meinungen im Rat kenne, bin ich schon davon ausgegangen, dass die Abstimmung eindeutig ist. Zumal zuvor beim Grundsatzbeschluss das Votum auch klar war.

 

Wie geht es jetzt weiter im Verfahren?

 

Es gibt jetzt noch einmal eine Offenlegung der Planung, weil kleine Änderungen bei Wasserversorgung und Verkehrsanbindung erfolgt sind. Danach folgt der Satzungsbeschluss. Bebauungsplan und Satzung gehen zur Genehmigung an die Kreisverwaltung.  Vorher stimmen wir mit der Firma Juwi den Durchführungsvertrag ab, den der Rat ebenfalls noch beschließen muss. Da gibt es ein paar offene Fragen. Ich hoffe, dass es mit dem Bau der Anlage im Herbst losgehen kann.

 

Immerhin könnten aber Klagen den Bau noch stoppen. Halten Sie das für wahrscheinlich?

 

Nach Wirksamkeit des Bebauungsplanes steht jedem der Rechtsweg offen,damit muss man rechnen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass Klagen gegen die Anlage erfolgreich sein werden.

 

 

 

Quelle:
Verlag:DIE RHEINPFALZ
Publikation:Unterhaardter Rundschau
Ausgabe:Nr.162
Datum:Freitag, den 15. Juli 2011
Seite:Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer:'7909564'
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