- Offener Brief -

Sehr geehrter Herr Guth *,

mit sehr viel Interesse habe ich heute den „Rheinpfalz“-Artikel 
 

„Die SPD wieder zu den Menschen schicken“ gelesen.  

Besonders das Zitat im 2. Absatz:  

„Wir werden die Menschen gewinnen, wenn wir sie dort ansprechen, wo sie sich für ihr Lebensumfeld engagieren, in Vereinen, Schulen, Kindergärten oder in Bürgerinitiativen.     

... Wir müssen die Leute einladen, mitzureden und mitzugestalten, auch wenn sie kein Parteibuch haben“ ** zeigt mir, dass es doch noch Menschen in der politischen Welt gibt die sich für die Meinung derer die sie vertreten interessieren. Ähnlich hat sich ja auch ihre Partei-Kollegin und unsere neue Ministerpräsidentin Malu Dreyer geäußert, wenn sie sich für die Senkung der Hürden zu Volksbegehren einsetzt.
 
Leider sieht die Realität heutzutage noch ganz anders aus.
 

Gerade letzte Woche wurde im Gemeinderat Göllheim ein von einer Bürgerinitiative eingereichter Antrag auf eine Bürgerbefragung mit der Begründung abgelehnt, dass wir in einer parlamentarischen Demokratie leben würden und es dadurch nicht notwendig wäre die Bürger nach ihrer Meinung zu fragen. Die Krönung war dann noch eine absolut unnötige Äußerung eines Mitglied des Gemeinderates, dass die meisten Bürger gar nicht in der Lage wären sich eine eigene Meinung  zu bilden, denn dafür wären ja die „Bürgervertreter“ gewählt worden. Übrigens  ist der Einzige der für den Antrag stimmte, Mitglied in ihrer Partei.

Wenn es auch für die Abstimmung in Göllheim zu spät kommt, möchte ich ihnen doch abschließend die Daumen drücken, dass ihre Einstellung zum Thema Bürgernähe weitere Anhänger findet und dann auch so „draußen“ in den Gemeinden gelebt wird.


Mit freundliche Grüßen

Markus Salzmann
67308 Lautersheim

Link: www.progoellheim.eu

 

 

Anmerkungen Progoellheims:  

* Jens Guth, Generalsekritär der SPD, Land Rheinland-Pfalz

** abzuwarten bleibt, ob diesen Worten auch Taten folgen...!?