Die Sendung “Reiss und Leute”, am 30.11.2011 vom alten Marktplatz in Göllheim gesendet  

(vgl.: Videoaufzeichnung: http://www.swr.de/reiss-und-leute/-/id=233218/did=8953272/pv=video/nid=233218/1ycsjew/index.html

 

kommentieren wir wie folgt:

 

Zunächst muss der Begriff "Bio"gasanlage, welcher allzu oft in dieser Sendung Verwendung fand, berichtigt werden, wir sprechen in diesem Zusammenhang besser von einer industriellen NawaRo-Agromethangasanlage, welche mit dem Wort “bio“rein gar nichts zu tun hat, wer es doch tut betreibt Etikettenschwindel und gaukelt dem  Bürger vor, es handle sich um eine saubere und naturnahe, nachhaltige Technik.

 

Die Göllheimer Methangasanlage ist mit einem Wirkungsgrad von gerade mal 0,5% mehr als unwirtschaftlich, sie rechnet sich lediglich aufgrund der Subventionsgelder, diese Argromethangasanlage erhöht den Preisdruck auf Lebensmittel, da sie wertvollen Ackerboden „versiegelt“, diese Anlage ist   klimaschädlich, gerade wenn man die Lachgasproduktion aufgrund des Anbaues und der Lagerung von Mais betrachtet (Lachgas ist 300 malklimaschädlicher als C02)  

(vgl. Multimedia Beiträge auf unserer Webseite oder: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/6231328_wie-unsinnige-subventionen-fuer-biogasanlagen-die).

Aufgrund des jährlichen Energieaufwands von Anbau, Ernte und des Abtransportesvon Substrat und auch der damit  zwangsweise einhergehenden Leerfahrtenverschiebt sich die Ökobilanz weiter ins Negative.  

 

Die Gemeinde hat von dieser Anlage keinen Nutzen außer Verkehrsbelastung, Straßenschäden und Geruchsbelästigungen.

Da die Anlagenbetreiber erst Gewerbesteuer zahlen müssen, wenn die Anlage abbezahlt ist (eventuell erst nach 10-12 Jahren der Fall, vgl. Pro/Kontra-Argumentation Progoellheimseite),  und zudem  die JUWI-Tochter " New Breeze" ihren Sitz in Wörrstadt hat, wird, falls überhaupt, Gewerbesteuer  also hauptsächlich dorthin fließen.

 

Bei der letzten Infoveranstaltung, vom 28.03.2011 in Göllheim war noch von 42% Maisanteil die Rede nun sind wir bei einem Anteil von 60 % Energiemais – die Obergrenze für solche Anlagen (!).

Zuckerrüben (anfänglich war von Zuckerrüben keine Rede bzw. es wurde nur von Zuckerrübenschnitzel, sprich Rübenabfällen aus Offstein geredet.) (vgl. Juwi Unterlagen zur Infoveranstaltung: http://www.progoellheim.eu/Downloads-Wissenswertes-25.6.11-/1,000000393456,8,1).

 

Nun dürfen auch andere Reststoffe wie Schafsmist, Hühnerkot etc. dieser Anlage zugeführt werden. (Hierüber hat der Gemeinderat Göllheim abgestimmt, Protokolle liegen vor).

 

Die Aussage, dass die über 700 Einsprüche nur zustande gekommen wären, da man den Leuten von Seiten der Ablehner, falsche Tatsachen unterbreitet hätte, ist, freundlich interpretiert, billigste Taktik und spricht den Unterzeichnern selbstständiges Denken, Urteilskraft und Mündigkeit ab.

 

Wer immer noch öffentlich diese Form der Energiegewinnung, als zukunftsträchtige Variante ansieht und sich so auch äußert, macht die gleichen Fehler wie auf Landes- und Bundesebene und hat sich in keinster Weise in die Materie eingearbeitet.

Wir empfehlen den z. B. die Beiträge des Wissenschaftlichen Beirates zur Agrarpolitik einmal zu studieren.

Auch die reflexartig wiederholten Schlagworte "Energiewende" oder "wir brauchen den Energiemix“ *, lassen sich leicht entkräften, allein schon durch die Tatsache, dass soeben in Mecklenburg - Vorpommern die erste Windgasanlage Deutschlands in Betrieb ging, welche unter anderem auf Biomasse verzichtet und Windenergie trotzdem speicherbar macht.

 

Deshalb gibt es auch keinen Grund, die negativen Effekte der Anlage hinzunehmen!

Man sollte das Kind beim Namen nennen:

Es geht um den Profit einiger weniger, was selbstverständlich nicht verboten ist - jedoch nicht in einem derartigen Missverhältnis auf Kosten so vieler Anderer...

 

Koch / Waltgenbach, Progoellheim

 

 

* Anmerkung Progoellheims zum "Argument" ungelöster Speicherfragen:   

Rückenwind für die Energiewende -  Windkraft ist speicherbar!         

Die sinnvolle Alternative zum Energiepflanzenanbau für      

    

NawaRo-"Bio"gasanlagen:                 proWindgas von Greenpeace Energie

 

 

SWR-Fernsehen diese Woche live in Göllheim:

"Reiss& Leute" wird am Mittwoch, 30. November 2011, 18:10 Uhr live aus Göllheimgesendet.  

"Wirsind auf dem alten Marktplatz (an der Hauptstraße im historischen Ortskern, vorder protestantischen Kirche).

KommenSie doch vorbei !!"

Quelle: http://www.swr.de/reiss-und-leute/-/id=233218/4decq7/index.html

 

Am Mittwoch den 30.11.2011 wird eine SWR Sendung von „Reis & Leute“, in Göllheim gedreht und live ausgestrahlt.

(Ort: Alter Marktplatz vor evangelischerKirche)

Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzuherzlich eingeladen und können den Verantwortlichen kritische Fragen stellen!

 

Nachdem auf politischer Ebene alles zur Methangasanlage Göllheim entschieden ist und der Fall nun bald juristischgeklärt wird,befasst sich das SWR Fernsehen in dieser Woche mit der Thematik.

 

Schade, dass sich die überregionalen Mediennicht bereits früher dieser Thematik angenommen haben. An die hundert Mails blieben diesbezüglich unbeantwortet oder ohne Reaktion.

 

Schöne neue Energiewelt? Der Streit um die industrielle  Methangasanlage mitten im landwirtschaftlichen Vorranggebietöstlich von Göllheim Sendung am Mittwoch, 30.11. | 18.10 Uhr |Beatrix Reiss diskutiert mit:

Dieter Hartmüller, Ortsbürgermeister Göllheim,

Thomas Mattern, Ortsbürgermeister Lautersheim,

Fritz Trump, Landwirt aus Göllheim  

Johannes Finck, 1. Beigeordneter im Gemeinderat Göllheim und Projetkritiker aus Göllheim.  

 

Wiederholung: am 05.12.2011, 05.30 Uhr im SWR Fernsehen